Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Bereich für Hubdachwohnwagen von Rapido, Esterel und weiteren Herstellern.
Pedrito
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Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Pedrito »

Hallo zusammen,

wir haben uns vor ein paar Wochen einen Rapido Club 31 zugelegt. Seitdem habe ich mit großem Interesse dieses Forum besucht.
Heute habe ich mich dann endlich auch registriert.
Ich mache mich nach und nach mit den Details des WW vertraut. Aktuell stehe ich vor der Frage, an welcher Stelle bei einem Radwechsel am Besten der Wagenheber angesetzt wird. Das Chassis ist an der Unterseite abgeschrägt und deshalb, meiner Meinung nach, nicht besonders geeignet.
Über Anregungen und Tipps würde ich mich freuen.

Beste Grüße
Pedrito

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ABurger
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von ABurger »

Servus!
Tja, da sollte man mit logischem Denken herangehen.
Am Dach kannst den Wagen nicht anheben, klar.
Ganz vorne, ganz hinten an den Eckpunkten vom Rahmen auch nicht.
Unter der Achse würde ich auch nicht den Wagenheber ansetzen,
weil dann hebste die Achse hoch, der Reifen hebt auch vom Untergrund ab,
aber ... dann stehst im Radhaus und bekommst das Rad auch nicht heraus.
Also, Dir bleibt gar nüscht anderes übrig, als links oder rechts, so nah wie möglich am Rad
den Wagenheber unter dem Rahmen anzusetzen.

Am besten eignen sich Scherenwagenheber, denn wenns Rad'l platt ist, paßt kein anderer W.-Heber mehr drunter.
Ein hydr. Stempelheber ist einfach zu hoch, möglicherweise paßt noch ein Rangier-W.-heber drunter.
Gaanz wichtig: Den Wohnwagen nicht vom Zug-Fz abhängen, damit er stehenbleibt und nicht wegrollt!

Nämlich ... wenn der Hänger abgehängt wird, kann er Dir wegdrehen, weil nur das gegenüberliegende Rad
auf dem Boden steht und da die Bremswirkung nur auf dieses Rad wirkt, das Stützrad aber nicht gebremst ist.

Also ... Wohnwagen am Zug-Fz. angekuppelt lassen, das ganze Gespann gegen Wegrollen sichern,
am besten Handbremsen anziehen plus Unterlegkeile von zwei Seiten an das Rad einer Achse stecken.
Nicht lose davorstellen, sondern die Keile richtig untern Reifen kloppen!

Bevor man mit dem Anheben beginnt, alle Radschrauben lockern, solnage der Anhänger noch fest auf dem Boden steht,
analog dazu, nach dem Radwechsel die Radbolzen erst dann ganz festziehen, wenn das Rad wieder fest auf dem Boden steht.

Dort wo der Wagenheber unter den Rahmen greift, gegen Abrutschen sichern.
Gummi ist hier besser als Holz (welches aufplatzen kann).
Es gibt im Zubehör (oder bei ner Schlosserei anfertigen lassen) für sowas extra U-Profile,
die ein Wegkippen des W.-hebers verhindern.

Dran denken: Sobald die erforderliche Arbeitshöhe zum Ab- u. Anschrauben vom Rad erreicht ist,
sicherheitshalber die Ausdrehstützen als Stützen herunterdrehen ...

Muß man unterwegs ein Rad wechseln, auf die Verkehrssicherheit achten!
Wenns geht, runter von der Straße auf einen Parkplatz oder eine Bucht, Straßeneinmündung,
Warnblinker an, Warndreieck, Mitfahrer weg von der Straße, Schutzweste anziehen,
nachts für gute Beleuchtung sorgen und wenn es zu gefährlich ist (enge Straße, Autobahn)
evtl. Polizei um Absicherung bitten oder Pannendienst dazu rufen.

Was ich noch empfehlen würde: Zu Hause das Ganze mal in aller Ruhe üben.

Das wars von meiner Seite ...
Klapprige Grüsse von Rüdiger
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Pedrito »

Hallo!
Vielen Dank für die Rückmeldung. Die beschriebene Vorgehensweise ist nachvollziehbar. Die Hilfsmittel werde ich mir entsprechend anfertigen.

Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
Pedrito

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Nordseekrabbe
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Nordseekrabbe »

Moin moin,

in der Anleitung zu meinem Rapido Club ist sind unter "Radwechsel" folgende Punkte vermerkt:

- Vor und hinter dem intakten Rad Keile anbringen.
- Achsmuttern des zu wechselnden Rades leicht lösen.
- Kurbelstützen gegenüber des zu wechselnden Rades in Bodenstellung bringen.
- Wagenheber des Zugfahrzeugs unter den heckseitigen Holm des zu wechselnden Rades bringen.
- Wohnanhänger anheben.
- Radmuttern vollständig lösen und Rad wechseln.
- Nach dem Radwechsel in umgekehrter Reihenfolge verfahren.
- Radmuttern gut festziehen, nachdem der Wagenheber entfernt wurde.

Wie Rüdiger/ABurger schon schrieb, soll der Wohnwagen bei der Aktion lt. Anleitung als zusätzliche Sicherung gerne am Zugfahrzeug angekuppelt bleiben.

LG Anne
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Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Pedrito »

Hallo Anne,
auch Dir vielen Dank.
Wenn ich meinen Scherenwagenheber umgerüstet bzw. ergänzt habe, werde ich die Sache mal testen und anschließend kurz berichten.
Viele Grüße
Pedrito

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ABurger
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von ABurger »

Nordseekrabbe hat geschrieben:
03.01.2022 16:28
Moin moin,

in der Anleitung zu meinem Rapido Club ist sind unter "Radwechsel" folgende Punkte vermerkt:

- Vor und hinter dem intakten Rad Keile anbringen.
- Achsmuttern des zu wechselnden Rades leicht lösen.
- Kurbelstützen gegenüber des zu wechselnden Rades in Bodenstellung bringen.
- Wagenheber des Zugfahrzeugs unter den heckseitigen Holm des zu wechselnden Rades bringen.
- Wohnanhänger anheben.
- Radmuttern vollständig lösen und Rad wechseln.
- Nach dem Radwechsel in umgekehrter Reihenfolge verfahren.
- Radmuttern gut festziehen, nachdem der Wagenheber entfernt wurde.

Wie Rüdiger/ABurger schon schrieb, soll der Wohnwagen bei der Aktion lt. Anleitung als zusätzliche Sicherung gerne am Zugfahrzeug angekuppelt bleiben.

LG Anne
Hi Anne,
finde ich super, daß Du das hier eingestellt hast.
Sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich.
Denke, das kann man bei so ziemlich allen Anhängern in der Art und Weise anwenden.

Merci nochmal!
Klapprige Grüsse von Rüdiger
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Rollo »

Moin,
Also ich habe bei jedem meiner Anhänger folgende Vorgehensweise zum Radwechsel gemacht. Zützrad soweit wie möglich runter kurbeln, dann die hinter Stütze auf der Seite zum wechselnden Rad hochkurbeln und nun das Stützrad ohne Mühe auch hochkurbeln, nun hebt sich das Rad von selbst und kann gewechselt werden, ohne Verrenkungen und zusätzlichem Wagenheber, denn die Wagenheber vom Zugfahrzeug passen in den wenigsten Fällen zu Anhängern.
2132 Tschüß Rollo




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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von ABurger »

Rollo hat geschrieben:
04.01.2022 18:42
Moin,
Also ich habe bei jedem meiner Anhänger folgende Vorgehensweise zum Radwechsel gemacht. Zützrad soweit wie möglich runter kurbeln, dann die hinter Stütze auf der Seite zum wechselnden Rad hochkurbeln und nun das Stützrad ohne Mühe auch hochkurbeln, nun hebt sich das Rad von selbst und kann gewechselt werden, ohne Verrenkungen und zusätzlichem Wagenheber, denn die Wagenheber vom Zugfahrzeug passen in den wenigsten Fällen zu Anhängern.
Mein lieber Rollo,
das geschilderte Vorgehen kann ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen bzw. unterschreiben.
Was wiegt denn so ein Camp-Let?
Vor allem im Vergleich zu einem fast erwachsenen Wohnanhänger, wie dem Rapido-Club,
der ein zul. Ges.-Gewicht von 850 kg auf die Straße bringen darf,
wird das Benutzen einer Ausdrehstütze als Wagenheber doch maßlos überfordert sein.

Gut möglich, daß die Ausdrehstützen beim Camp-Let verhältnismäßig stabil ausgeführt sind,
daß man sie notfalls bedenkenlos als Wagenheber gebrauchen kann,
so würde ich doch eher nicht dazu raten, an einem Rapido-Club die Stützen als Wagenheber zu mißbrauchen.

Als (Noch-) Besitzer eines fast gleich schweren Esterel kenne ich die Konstruktion vom Rahmen
und den darunter angepinnten Stützen und würde denen so einen Akt niemals zutrauen.

Für mich ist das jedenfalls keine Glaubensfrage, sondern ein existenzieller Aspekt,
wenn ich mir vor Augen führe, was so ein doch deutlich leichterer Camp-Let wiegt und wie der konstruiert ist
und Dein geschildertes Vorgehen an einem Rapid Club anwenden wollte.
Klapprige Grüsse von Rüdiger
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Rollo »

Moin,
Ich habe das bei allen meiner Anhänger so gemacht,dabei war ein 5 m Adria Wohnwagen, es ist auch schon vorgekommen,das der Wohnwagen auf unebenen Gelände so ausgerichtet wurde, das ein Rad vollkommen abgehoben war. Ich habe in über 30 Jahren noch nie erlebt,das mir eine Kurbestütze verbogen oder anderweitig zerstört wurde, anders ist es wenn man versucht den Anhänger mit der Stütze anzuheben, dann könnte es ein Problem durch verkannt geben.
2132 Tschüß Rollo




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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von ABurger »

Ich habe in über 30 Jahren noch nie erlebt,das mir eine Kurbestütze verbogen oder anderweitig zerstört wurde,
Dann war da wahrscheinlich sehr viel Glück im Spiel.
Von mißglückten Manövern dieser Art wird man hier im Klappcaravan-Forum wahrscheinlich so gut wie nix lesen / erfahren
- Natur der Sache, die Teile sind ja eher Verteter der leichteren Art.
Bei ausgewachsenen Wohnwagen ist da eher mit bleibenden Schäden zu rechnen, wenn die Ausdrehstützen
als Nivellier-Hilfen oder gar als Wagenheber mißbraucht werden.

Nicht mehr sauber schließende Türen und Fenster, aufgebogene Dichtleisten, verbogene Rahmen / Hilfsrahmen usw.
Kannst es ja gerne weiter so machen und auf Dein Glück vertrauen.

Wenn aber in den verbotenen Büchern, in Fachpublikationen und aus Erfahrungen von Usern spricht,
daß es nicht vorgesehen ist und deswegen nicht empfohlen, sogar davor gewarnt wird,
verstehe ich es nicht, daß man über sein bisheriges Glück spricht und die anderen,
die sich daran halten, um ihr teuer Geld nicht sinnlos zu versenken, mit seinen Ansagen für .. verkauft.

Oder gehst Du dem ratsuchenden Newbie ohne Anstände mit Rat und Tat zur Hand,
wenn er sich auf Deine Ratschläge verlassen hat und dann vor der verreckten Karre steht?

Warum also dem unerfahrenen Ratsuchenden nicht eine verläßliche Auskunft geben,
damit er weiß wie es richtig gehört und mal schön stad bleiben,
wenn man es wissentlich anders macht, obwohl es nicht so gehört???
Klapprige Grüsse von Rüdiger
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Folkert
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Folkert »

Hallo Rüdiger,
Warum also dem unerfahrenen Ratsuchenden nicht eine verläßliche Auskunft geben,
damit er weiß wie es richtig gehört und mal schön stad bleiben,
wenn man es wissentlich anders macht, obwohl es nicht so gehört???
Genau das tut Rollo, im Gegensatz zu Dir. Er sagt das, was er 30 Jahre ohne Probleme mit seinen Wagen gemacht hat.Bei Dir habe ich das Gefühl,
Du schreibst nur das, was „alle“ sagen und hilfst damit keinem. Wenn Du einmal eine Stütze verbogen hättest, dann wäre es auch ein Erfahrungsbericht.

Leider muß ich Dir sagen, dass ich es bisher wie Rollo gehandhabt habe. Bei mir war noch nie ein Wagenheber an Bord. Ich muß zugeben der Safir ist natürlich gewichtsmäßig überhaupt nicht mit den Franzosen vergleichbar. Er hat nur ein Gesamtgewicht von 800 kg und die 50 kg sind in Deinen Augen
doch eine erhebliche Differenz. Nur zur Information, ich habe früher einen 2achsigen Dethleffs Wohnwagen gehabt bei dem ich es genauso gemacht habe.
Hast Du Dir schon einmal überlegt wieviel Druck auf die Stützen kommt wenn ein 8 Bft Sturm auf den Hänger plus Vorzelt bläst?
Auf jeden Fall erheblich mehr als wenn Du den Wagen hochkurbelst.

Ich hoffe ich habe mich mit meinem Schreibstil Deinem recht aggressiven angepasst.

Gruß Folkert

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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Nordseekrabbe »

Moin moin,

bevor ihr euch nun über brauchbare und unbrauchbare Methoden, wie ein Radwechsel bewerkstelligt werden kann, in die Haare bekommt: Für den Hubdachwohnwagen Rapido Club ist die „30 Jahre erprobte und praktizierte Rollo-und-Folkert-Methode“ nicht brauchbar! Bei diesem Wohnwagen sind die Kurbelstützen nur und ausschließlich zum Stützen geeignet, nicht zum Anheben des Wohnwagens. Selbst beim Ausrichten auf der Parzelle darf der Rapido Club (und vermutlich andere Hubdachwohnwagen auch) nicht mit einer Kurbelstütze angehoben werden, um ihn besser in die Waagerechte zu bekommen – das Gewicht muss immer auf den Rädern und dem Stützrad liegen. Andernfalls kann es dazu kommen, dass die Leiste, die oberhalb der Tür entlang der Seite verläuft, bricht und dies zu weiteren Schäden führt. Ein entsprechendes Schadbild gab es vor ein paar Wochen oder Monaten mal hier in einem Thread zu sehen, als jemandem aufgefallen war, dass die Tür auf einmal nicht mehr richtig schloss, weil die ganze Konstruktion schief geworden war.
Die genannte Leiste ist die einzige Stabilisierung, die der Rapido Club an der Stelle hat. Die Querleisten im Dach, die ein "normaler" Wohnwagen hat und die ihn als "Kiste" stabil machen, fehlen bei einem Hubdachwohnwagen, der von der Konstruktion quasi wie ein offener Schuhkarton ohne Deckel ist.

Als ich meinen Rapido Club gerade „neu“ hatte, hat mich ein anderer Club-Fahrer freundlicherweise auf diese Besonderheit hingewiesen, dass diese Hubdachwohnwagen sehr sensibel auf Gewalt durch Kurbelstützen reagieren.

Bitte also bei Rapido Clubs nur und ausschließlich mit der in der Anleitung angegebenen Methode einen Radwechsel vornehmen! Was möglicherweise bei anderen Faltern oder Wohnwagen lange Jahre ohne Schaden funktioniert, kann beim Rapido Club zu erheblichen Schäden führen.

LG Anne
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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von Rollo »

Moin,
was Anne da ausgeführt hat macht Sinn und dann würde ich es auch nur so machen wie Rapido es vorschreibt. :dhoch:
2132 Tschüß Rollo




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Re: Rapido Club 31 Ansatzpunkt Wagenheber

Beitrag von ABurger »

Schön, daß Anne durch ihre Ausführungen wenigstens in der Sache "Rapido" zu einem Konsenz verhelfen konnte.
Leider war mir entfallen, wo ich das in jüngfster Zeit gelesen hatte, was Anne erwähnte.
Sonst hätte ich da sicherlich einen Hinweis gegeben.

Nichts desto trotz, gerade weil ich bisher keinen Schaden zu vermelden habe, weil ich weder zum Räderwechsel, noch zum Nivellieren
die Stützen, die wohl aus gutem Grund nur Stützen und nicht Heber heißen, wie ich annehme, noch nie mißbraucht habe,
bin ich heilfroh nicht über Defekte, in der Form von verbogenen Rahmen, verzogenen Aufbauten, in den Unterboden gebohrten,
verbogenen Spindeln oder abgerissenen Ausdreh-Kurbelstützen berichten zu können.
Das ist auch eine Erfahrung - nämlich eine positive.
Zum Einen mag ich nicht aus erlittenen Schäden klug zu werden, zum Anderen erklärt sich vieles aus der Logik,
die hier von mir als eine mechanische Logik angesehen wird.
Gerne darf jeder seine eigenen Erfahrungen machen, der es den Empfehlungen zum Trotze, nach seinem Kopf machen muß,
einem anfangendem Ratsuchenden werde ich vor allem in Foren nicht daazu raten, weil mir das lebendige Gegenüber fehlt,
bei dem ich im persönlichen Gespräch eher ein Gefühl dafür "erspüren" kann, auf welchen Boden so ein Rat fällt.

Es liegt mir im Übrigen fern, immer mit dem Mainstream zu schwimmen bzw. nachzuplappern, was "Alle" sagen.
Mir geht es vielmehr um die Sache selbst und nicht um das letzte Wort.
Sorry, wenn es bei manchen Menschen als agressiv rüberkommt, wenn ich eine direkte Ansprache wähle,
aber mir liegt es nicht, Wattebäuschlein und blumige Umschweife zu benutzen.

Während einer bestimmten Zeit in meinem beruflichen Leben habe ich übrigens einige Erfahrungen sammeln können,
was es mit hohen Gewichten und Lasten an Fahrzeugen zu Land und zu Wasser auf sich hat, was Hebezeuge sind und können,
wie man schwere Lasten sicher bewegt und letztendlich sichert und was passieren kann, wenn man was dabei falsch macht,
weil man sich selbst, die Umstände und das Material unterschätzt. Solange alles gut geht, hat es gepaßt oder es war Glück im Spiel.
Unfälle passieren halt nicht - sie werden verursacht. Ob aus Fahrlässigkeit, Fehleinschätzung, Unwissendheit, Unfug oder Dummheit,
spielt erstmal keine Rolle - Fakt ist, daß sie nicht sein müssen.

Und jetzt allen ein schönes Wochenende, ein schönes Urlaubsjahr
sowie allzeit unfallfreies Arbeiten mit egal was!
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